Dreimal Plus und zweimal Minus
Betriebskostenabrechnung 2025 für Kindergärten und Schülerhort
Durchwachsene Ergebnisse zeigt die Betriebskostenabrechnung 2025 für die vier Kindergärten und den Schülerhort. Bei drei Einrichtungen ist ein Plus zwischen 106.000 und 180.000 Euro zustande gekommen. Für St. Maria gab es hingegen ein Defizit von 126.000 Euro zu verzeichnen, für St. Agnes von rund 44.000 Euro. Eine Übersicht legte Özlem Koch vom Rathaus-Fachdienst Bildung, Generationen und Soziales vor.
Fünf Abrechnungen für die Kinderbetreuungseinrichtungen lagen dem Gremium zur Kenntnisnahme vor. Dazu gehörten die AWO-Kita Campulino, der AWO-Schülerhort, der Waldorfkindergarten (vom Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik) und die beiden katholischen Kindergärten St. Maria und St. Agnes.
Beim Schülerhort lag ein positives Ergebnis von 106.000 Euro vor, bei der Kita Campulino stolze 180.000 Euro. Für den Waldorfkindergarten ergab sich ein Plus von 122.000 Euro.
Entsprechend dem Beschlussvorschlag der Verwaltung nahm der Gemeinderat die Ergebnisse der Betriebskostenabrechnungen für das Jahr 2025 zur Kenntnis. Einmütig stimmte das Gremium mit allen fünf Fraktionen der Nachzahlung für die Kindergärten St. Maria und St. Agnes zu.
Die Träger der Kindertageseinrichtungen und des Schülerhorts hatten die Betriebskostenabrechnungen für das Haushaltsjahr 2025 erstellt und vorgelegt. Auf der Grundlage der eingereichten Abrechnungen konnte der tatsächliche Zuschussbedarf der Einrichtungen ermittelt und den im Haushalt veranschlagten Abschlagszahlungen gegenübergestellt werden.
Insgesamt ergibt sich für das Haushaltsjahr 2025 ein tatsächlicher Zuschussbedarf in Höhe von 4.607.500 Euro. Gegenüber den geleisteten Abschlagszahlungen von insgesamt 4.931.000 Euro ergibt sich somit eine Entlastung des städtischen Haushalts in Höhe von 238.000 Euro.
Der Überschuss bei der AWO-Kita Campulino ergibt sich im Wesentlichen aus geringeren Personalkosten im Bereich der pädagogischen Fachkräfte sowie bei Praktikanten, FSJ-Kräften und Auszubildenden. Aufgrund einer konstant hohen Belegung fielen die Einnahmen aus Elternbeiträgen etwas höher aus. Die Abweichung beim Schülerhort zwischen den prognostizierten und den tatsächlichen Kosten ergibt sich insbesondere aus höheren Landeszuschüssen, vor allem für die Betreuung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Auch beim Waldorfkindergarten und der Wiegestube Rheinsheim mit der angegliederten Waldgruppe Huttenheim kam eine Rückzahlung zugunsten der Stadt zustande. Diese ist insbesondere auf einen geringeren Personaleinsatz als ursprünglich kalkuliert zurückzuführen. Deutlich höhere Personalkosten wurden umgekehrt bei St. Maria und St. Agnes verursacht. Daraus resultieren die veranlassten Nachforderungen von insgesamt 170.000 Euro.
W. Schmidhuber