Herschböcke feiern zwei Tage lang

33. Huttenheimer Dorffest mit Tausenden von Besuchern

Bei diesem Straßenfest hätte sich sicherlich der Gründer von Huttenheim, Fürstbischof Franz Christoph von Hutten, auch sehr wohl gefühlt – wie seine Neuhuttenheimer im Jahr 2026. Gleich zwei Tage lang feierten Einheimische und Auswärtige: trotz hoher Temperaturen, die niemanden vom Besuch abhielten. Die Idee vor drei Jahren, das alljährliche Dorffest auf den neugestalteten Herschbockplatz zu verlegen, hat erneut gezündet.

Das Gelände neben der Bruhrainhalle schuf eine besonders gelobte Wohlfühlatmosphäre: auch dank der reichhaltigen Angebote, mit Unterhaltung für Jung und Alt, mit viel Musik und vor allem dank der beteiligten zehn Vereine.

Den feierlichen Auftakt mit dem Fassanstich durch Thomas Schwechheimer vom FC Huttenheim verfolgten bereits um die 400 Gäste. Damit ja auch alles klappt, assistierten ihm die Grußwortüberbringer, so Bürgermeister Stefan Martus, MdB Olav Gutting, MdL Thorsten Schwarz, Ortsvorsteher Peter Kremer und Andy Weick, Vorstand der „IG Vereine“. 

Den klangvollen Eröffnungsteil übernahmen der Musikverein und der Chor „Sine nomine“. Fetzig ging‘s am Samstagabend mit Livemusik von „Bougie & the blind Brothers“ zu. Das inzwischen 33. Dorffest wurde wiederum zu einem Highlight im Jahreskalender. Mit einem gutbesuchten Frühschoppen und mit stimmungsvoller Blasmusik mehrerer Musikkapellen startete der Sonntag. Nachmittags gab es einen Kinder-Geschicklichkeitsparcours und Tanzaufführungen der „Dorfkinder“ und „Tanz-Kids“. Wer wollte, der durfte auf einer Hüpfburg herumtollen. Auf dem Gelände sorgten Schausteller mit Ständen und einem Kinderkarussell für weitere Abwechslung. 

Ab dem späten Samstagabend war es nur noch mit größter Mühe möglich, sich zwischen den Menschenmassen durchzuwühlen. Was überraschte: Etwa 40 verschiedene kulinarische Köstlichkeiten gab es zu genießen. Lange Schlangen vor den Ausgabetischen zeigten den Zuspruch. 

„Was denn ist ein Herschbock“, wollte ein Fremder aus der Pfalz auf dem Herschbockplatz wissen. Es sei der Uz- und Neckname der Huttemer - ein Ausruf des damaligen Fürstbischofs bei einer Treibjagd: „Die Huttenheimer springen durchs Dickicht wie meine Hirsche.“


W. Schmidhuber

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