Kommunale Wärmeplanung geht weiter voran

Sachstandsbericht vor dem Gemeinderat Philippsburg

Blockheizkraftwerk auf dem Campus Philippsburg
Blockheizkraftwerk auf dem Campus Philippsburg

Es geht weiter voran: Die beschlossene kommunale Wärmeplanung für die Stadt ist auf gutem Weg und verspricht einen erfolgreichen Abschluss. Derzeit erarbeitet die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe (UEA) die dafür erforderliche Konzeption in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen stellte UEA-Mitarbeiter Matthias Reuter dem Gemeinderat in einer Präsentation vor.

Philippsburg hat sich im Jahr 2023 für eine Durchführung der freiwilligen kommunalen Wärmeplanung entschieden. Im Zuge dieses Vorhabens sollen mindestens fünf der in der kommunalen Wärmeplanung erarbeiteten „priorisierten Maßnahmen“ innerhalb von fünf Jahren weiter konkretisiert und diese nach Möglichkeit auch in Angriff genommen werden.

Laut Bestandsanalyse gibt es 4.470 beheizte Gebäude, davon sind 3.600 bewohnt. 68 Prozent des Gebäudebestands wurden vor der ersten Wärmeschutzverordnung (1977) errichtet. Der Anteil erneuerbarer Energien liegt bei 19 Prozent. Erdgas- (57 Prozent) und Ölheizungen (25 Prozent) dominieren. 42 Prozent der Heizungen sind über 20 Jahre alt.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Potenzialanalyse gehören: Lokal vorhandenes Biomassepotenzial ist schon heute überbeansprucht. Die Senkung des Wärmebedarfs bei einer umfassenden Sanierung aller vorhandenen Wohngebäude in der Stadt Philippsburg um bis zu 53 Prozent ist theoretisch möglich. Für das Zielszenario ergibt sich laut Sitzungsunterlagen die Erkenntnis, dass - je nach Szenario - zwischen 13 und 35 Prozent des derzeitigen Wärmeverbrauchs zukünftig über Wärmenetze gedeckt werden könnten.

Zu den fünf Maßnahmen, mit deren Umsetzung innerhalb von fünf Jahren begonnen werden sollte und könnte, gehören die Weiterverfolgung des anvisierten Wasserstoffkonzepts, die Untersuchung eines Wärmekonzepts für den Bereich Bildungszentrum Philippsburg mit Freibad und die Steigerung der Energieeffizienz kommunaler Gebäude durch Sanierungen. Dann folgen als weitere Schritte der weitere Photovoltaik-Ausbau kommunaler Gebäude und das Wärmeversorgungskonzept kommunaler Gebäude für Huttenheim und Rheinsheim.


Werner Schmidhuber

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