Kulturpflege 2026 auf einer Fläche von 22 Hektar
Bericht im Gemeinderat über Stärken und Schwächen des Waldes
In Form eines Rückblicks und eines Ausblicks hat der Gemeinderat eine genaue Übersicht über den Zustand des 1.082 Hektar großen Stadtwaldes und die Zukunftsaussichten erhalten. Die ihm vorlegte 2025-er Analyse und die Vorausschau für 2026 fallen überwiegend erfreulich aus. Forstrevierleiter Christian Hautz und der neue Forstdirektor Jan Felix Scherer zeigten die Stärken und Schwächen des Waldbestandes auf.
Der Umbau des Waldes, ein langwieriger Prozess, komme gut voran. Mit 4.300 Festmeter verlief der Holzeinschlag 2025 wie geplant. Eingeschlagen wurden jeweils 30 Prozent Eschen, Pappeln und Kiefern. Zwei Drittel der Menge betrafen absterbende Bäume.
Die Nachfrage nach Brennholz lasse nach. Hingegen nehmen bedauerlicherweise die wilden Müllablagerungen erneut deutlich zu, hieß es im Bericht. Umfangreiche Arbeiten erfolgten an den Bahnstrecken im Zuge der notwendigen Verkehrssicherungspflicht. Vom Forst wurden auch zwei neue Bänke zum Verweilen am Rhein aufgestellt. Die Kultur- und Jungbestandspflege erstreckte sich über eine Fläche von 31 Hektar. Mehr als 600 Kinder und Jugendliche nahmen an Waldführungen und am Besuch des Waldklassenzimmers teil.
In der Sitzung beschloss der Gemeinderat den Nutzungs- und Bewirtschaftungsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2026. Nach dem Landeswaldgesetz ist ein jährlicher Betriebsplan vom Forstamt aufzustellen. Er soll auch einen Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben enthalten.
Wie es hieß, erfolgt 2026 die Kulturpflege auf einer Fläche von 22 Hektar. Für das kommende Jahr ist die Einschlagsmenge mit 3.800 Festmeter angegeben, 24 Hiebsorte sind vorgesehen. In Angriff genommen werden absterbende Kiefern und Buchen in der Molzau. Hautz rechnet mit einem Holzerlös von 220.000 Euro.
Einnahmen von 395.000 Euro stehen Ausgaben von 508.000 Euro gegenüber, was zu einem Defizit von 113.000 Euro führt. Größere Aufwendungen kommen mit dem geplanten Kauf einer Motorsäge (2.100 Euro) und der Anschaffung eines neuen Pick-up-Fahrzeugs (50.000 Euro) zustande. Die Arbeit der Forstverwaltung würdigten alle Fraktionssprecher und zeigten sich erfreut, dass es 2025 keinen Arbeitsunfall gegeben habe.
Werner Schmidhuber