Philippburg liegt etwa im Durchschnitt

Kriminal- und Unfallstatistik offenbart unterschiedliche Ergebnisse

Im Vergleich mit anderen Städten im Land, im Landkreis und im Polizeirevier liegt Philippsburg mit den Stadtteilen - laut der polizeilichen Kriminal- und Unfallstatistik für 2025 - etwa im Durchschnitt, was die ermittelten Zahlen anbelangt. Ein Grund zu einer allzu großen Beunruhigung bestehe nicht, so lautete das Resümee von Revierleiter und Polizeihauptkommissar Axel Schweitzer vor dem Gemeinderat. Wichtig: Leicht zurückgegangen sind die Straftaten insgesamt im Vergleich zum Vorjahr.

Laut Powerpoint-Präsentation von Schweitzer haben sich die festgestellten Straftaten von 563 (in 2023) und 549 (in 2024) auf jetzt 526 verringert, was einem Minus von 4,2 Prozent entspricht. „Wir haben vor Ort 60,5 Prozent der begangenen Straftaten aufgeklärt, leider etwas weniger als im Vorjahr“, ließ der Polizeichef wissen. Etwas angestiegen ist die Gesamtzahl der Diebstähle aller Art: von 129 auf 134. Diese Delikte machen immerhin ein Viertel aller vorhandenen Straftatbestände aus.  

Im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte kletterte die Anzahl von 64 auf 70. Zugenommen haben die Sachbeschädigungen, insbesondere im Bereich der Plakatierungen. Eine geringe Abnahme von 18 auf 15 Fällen gab es im Bereich der „Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung“. 

Rückläufig sind die Rohheitsdelikte, sie fielen von 127 auf 101 Fälle. Mit weniger Rauschgiftdelikten als früher musste sich die Polizei beschäftigen, was mit der Cannabisfreigabe zusammenhänge, so der Revierleiter. Die Anzahl der Körperverletzungen nahm geringfügig ab. Dabei handelt es sich sowohl um gefährliche Angriffe als auch um leichte Attacken.

Nochmals „beliebter“ geworden sind die Fahrraddiebstähle, vor allem im Bereich der Bahnhöfe. Eine deutliche Tendenz nach oben verzeichnen die Betrügereien. Sieben Mal musste die Polizei gegen die Verbreitung pornografischer Schriften einschreiten.

Insgesamt hatte es die Polizei mit 285 Tatverdächtigen zu tun, davon 66 weibliche und 219 männliche. Kinder, Jugendliche und Heranwachsende machten einen Anteil von 18,6 Prozent aus. Etwa 14 Prozent der Übeltäter standen unter Alkoholeinfluss. Was Kontrollen betrifft, so sei das Polizeirevier führend, was sich auch in der Statistik widerspiegele.

Laut Unfallstatistik sind im Vorjahr insgesamt 348 Verkehrsunfälle zusammengekommen. 309 waren es noch in 2024. Festgehalten wurden 42 Personenschäden und 96 Sachschaden. Dabei gab es sieben Schwerverletzte und 42 Leichtverletzte. Die Vorkommnisse verteilten sich über das gesamte Stadtgebiet einschließlich Rheinsheim und Huttenheim. Äußerste Vorsicht geboten sei, so Schweitzer, im kritischen neuralgischen Bereich der Querspange nahe der Engelsmühle in Richtung Oberhausen, wo es immer wieder krache. Schweitzer hielt eine Ampelanlage dort für sinnvoll. Unisono würdigten CDU, LDP, Uli, FW und AfD die wichtige und wertvolle Arbeit der Polizei.


W. Schmidhuber

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