Strategie für eine CO2-freie Zukunft
Photovoltaikdächer an drei Schulen für eine Million Euro
In der Stadt Philippsburg geht der Photovoltaikausbau auf kommunalen Objekten weiter voran. Mit Unterstützung aller fünf Gemeinderatsfraktionen. Aktuell sind das Copernicus-Gymnasium, die Hieronymus-Nopp-Schule und die Konrad-Adenauer-Realschule, alle auf dem Schulcampus, an der Reihe. In der jüngsten Sitzung vergab der Gemeinderat einmütig die Arbeiten an die Firma „Wirsol Aufdach GmbH“ aus Waghäusel zum Angebotspreis von brutto 980.000 Euro und genehmigte eine Verpflichtungsermächtigung von 480.000 Euro für das Haushaltsjahr 2027.
Bereits im Januar 2025 hatte das Gremium die Weichen gestellt. Dabei gab Bürgermeister Stefan Martus (Uli) die Richtung vor: „Wir wollen so viel Photovoltaik auf unseren Dächern wie möglich. Und wir verfolgen konsequent eine Strategie für eine CO2-freie Zukunft.“
Die Firma AutenSys, Energie-Berater und Entwickler von grünen Energielösungen auch für Kommunen, unterbreitete seinerzeit eine 17-seitige Untersuchung mit allen möglichen Vorschlägen und Varianten. Dazu gab es Empfehlungen, wie der Philippsburger Campus strom- und wärmemäßig optimiert werden könnte.
Laut der in der jüngsten Gemeinderatssitzung abgesegneten Planung werden die Photovoltaikanlagen auf den drei Schulen mit einer Gesamtleistung von 541,45 kWp ausgebaut. Die Fertigstellung ist für den 31. Dezember 2026 vorgesehen. Von den 541,45 kWp entfallen auf das Gymnasium 218,40, auf die Nopp-Schule 159,25 und auf die Adenauer-Realschule 163,80 kWp.
Das Angebot der Firma Wirsol sei nach abschließender Prüfung und unter Berücksichtigung der Zuschlagskriterien das wirtschaftlichste, wurde festgestellt. Wie Kämmerer Tobias Kammerer informierte, sei die freie Liquidität im aktuellen Haushaltsjahr 2026 angespannt. Es sollten keine hohen überplanmäßigen Beschlüsse gefasst werden. Auch sei an der vorgesehenen Verschiebung weiterer Projekte konsequent festzuhalten, empfahl der Rechnungsamtsleiter.
Für die Umsetzung des Photovoltaikausbaus wurden die Haushaltsmittel für die Haushaltsjahre 2026 bis 2028 in Höhe von einer Million Euro bereits eingestellt. Im Haushaltsplan 2026 der Stadt stehen für diese Maßnahme insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung. Eine Verpflichtungsermächtigung für 2027 soll die Gesamtfinanzierung decken.
Angesichts der schwierigen Haushaltslage wäre eine Aufteilung in drei Losen sinnvoller und praktikabler gewesen, bekundete Hans Gerd Coenen (CDU) und bat um eine diesbezügliche Überprüfung. Laut Martus lasse sich eine Änderung nicht mehr umsetzen. Für die LDP begrüßte Jasmine Kirschner die Umrüstung auf die Energieform Photovoltaik.
„Mehr Stillstand geht nicht“, bemängelte Peter Steinel (Uli) und forderte mehr Zügigkeit. Alles Vorgesehene sollte in einer Hand bleiben, wünschte sich knapp Christopher Moll (FW).
W. Schmidhuber