Verpflichtung zu Energie- und Klimaschutzmanagement

Messkonzept im Gemeinderat vorgestellt und gebilligt

Mit der Umsetzung des Messkonzepts im Zuge des Projekts Kommunales Energiemanagement (KEM) hat sich der Gemeinderat befasst und dem Angebot der „Netze BW“ zugestimmt. Das vorgestellte Messkonzept nahmen die Fraktionen so zur Kenntnis. Ziel sei, wie es hieß, eine möglichst vollständige Ausrüstung mit der modernen Messtechnik.

Hintergrund: Im Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg ist festgelegt, bis 2040 Klimaneutralität zu schaffen. Die Kommunen spielen eine Schlüsselrolle zur Erreichung dieser Vorgabe und haben eine gesetzliche Verpflichtung zum Energie- und Klimaschutzmanagement. 

Wie der Netze-BW-Kommunalberater Andreas Stampfer ausführte, enthält das Messkonzept konkrete Vorschläge zur Herstellung der Fernauslesbarkeit der gemeinsam priorisierten Liegenschaften. Damit wird ein automatisches und kurzzyklisches Energiemanagement ermöglicht. Nach den Erläuterungen beschloss der Gemeinderat, die Umsetzung für folgende Objekte anzugehen:

KiGa St. Maria, Schülerhort AWO, KiGa Campulino, Sporthalle/Pfinzbad, Hieronymus-Nopp-Schule, Konrad-Adenauer-Schule, Copernicus Gymnasium, Nikolaus-von-Myra-Schule, Trafostationen alt und neu, schließlich Kiga Erlenwiesen.

Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung mit der Einholung von konkreten Angeboten zum Austausch der Messeinrichtungen. Sollten die Angebote einschließlich der Dienstleistungen der Netze BW im Förderrahmen liegen, kann die Verwaltung selbst die Aufträge vergeben.

Das Vorhaben „Einführung Kommunales Energiemanagement“ wird durch das Bundeswirtschaftsministerium für den Zeitraum bis Ende 2026 gefördert. Nach Einreichung des Förderantrags hatte Philippsburg auch einen Zuwendungsbescheid erhalten. Bewilligt sind inzwischen 80.900 Euro mit einem Fördersatz von 70 Prozent. Bisher wurden für 50 städtische Objekte verschiedene Zähler für Strom, Gas, Wasser und vereinzelt Wärme angelegt. Insgesamt sind es 89 einzelne Zähler.

Zur Umsetzung des Messkonzepts mit der automatischen Zählerfernauslesung hat die Stadtverwaltung im März 2026 ein Angebot von der Netze BW erhalten. Bei der Schlussabstimmung gab es drei Stimmenthaltungen von der Uli-Fraktion.


W. Schmidhuber

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