Informationen zur aktuellen Entwicklung des Corona Virus in Philippsburg

Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Sachen Corona Virus hat die Stadt Philippsburg umfassende Maßnahmen beschlossen.

Auf dieser Seite finden Sie alles Wissenswerte speziell für Philippsburg.

Diese Seite wird ständig aktualisiert.
Stand 20. März 2020

Allgemeinverfügung der Stadt Philippsburg über ein Betretungsverbot für öffentliche Orte I 20.03.2020

Soeben haben wir ein Betretungsverbot für öffentliche Orte in Philippsburg angeordnet. Die Entscheidung erfolgte in Abstimmung und auf Empfehlung des Landratsamtes Karlsruhe. 

Download:
Allgemeinverfügung über ein Betretungsverbot für öffentliche Orte in Philippsburg
Info: Landkreis empfiehlt den Städten und Gemeinden ein Betretungsverbot umzusetzen

Aussetzung der Elternbeiträge für den Monat April I 20.03.2020

In den letzten Tagen wurde aufgrund der Schließung aller Kindertagesstätten bereits sehr häufig nach dem Umgang mit den Elternbeiträgen gefragt.

Die Erzdiözese Freiburg hat bereits vor Tagen alle katholischen Verrechnungsstellen angewiesen, den Einzug der Elternbeiträge auszusetzen. Dies wurde auch den Eltern der katholischen Kindergärten bereits mitgeteilt.  

Die Verwaltung setzt wie die meisten Gemeinden im Landkreis nach wie vor auf eine einheitliche Lösung des Landes zur Frage, ob Elterngebühren generell erlassen werden. Die Antwort des Landes liegt uns allerdings noch nicht vor. 

Bis eine Lösung vorliegt, hat die Verwaltung in Zusammenwirken mit den externen Kindergartenträgern, der Katholischen Kirchengemeinde Oberhausen-Philippsburg, der AWO Karlsruhe-Land und dem Verein für Waldorfpädagogik e.V. für alle Philippsburger Kindertageseinrichtungen vereinbart, dass die Elternbeiträge wie auch die Essensgelder für den Monat April 2020 ausgesetzt werden. 

Das heißt, dass die Forderung bestehen bleibt, aber momentan nicht bezahlt werden muss. Das bedeutet: 

  • Eltern, die einen Dauerauftrag eingerichtet haben, sollten diesen für den Monat April stoppen
  • Eltern, die den Elternbeitrag monatlich überweisen bzw. Bankeinzug vereinbart haben, brauchen nichts weiter veranlassen
COVID-19-Dashboard - Fallzahlen nach Bundesland und Landkreis I 20.03.2020

Das Robert Koch-Institut hat zusammen mit Esri ein Dashboard erstellt, welches die Zahlen der labordiagnostizierten Corona-Infektionsfälle auf Bundesland- und Landkreisebene aufzeigt. Die Daten werden immer um 0.00 Uhr aktualisiert.

Schließung des Wertstoffhofs und der Reisigsammelplätze I 20.03.2020

Aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Landratsamtes Karlsruhe bleibt der Wertstoffhof in Philippsburg und die Reisigsammelplätze in Huttenheim und Rheinsheim ab Samstag, dem 21.03.2020 bis auf Weiteres geschlossen.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Umweltamt Philippsburg

Update: Bürgermeister Martus zur Situation in Philippsburg I 19.03.2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

oberste Priorität hat im Moment für mich als Ihr Bürgermeister die Gesundheit von uns allen!

"Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts."

Arthur Schopenhauer

Alles andere muss hinten anstehen!

Bürgermeister, Verwaltung, Stadt- und Dorfgemeinschaft und der Gemeinderat arbeiten im Moment im Krisenmodus.

Bei einer Pandemie zählt jeder Tag am Anfang der Pandemie!

Das ist einfache Mathematik bei einer exponentiellen Ausbreitung!

Jeder Tag zählt!

Jeder verpasste Tag am Anfang, kann auch ein Tag zu spät sein!

Deshalb nochmal mein ganz dringender Appell:

Bleiben Sie zu Hause!

Nutzen Sie Ihr Wochenende im engsten Familienkeis!

Achten Sie auf Ihre Liebsten!

Wahren Sie soziale Distanz zu den Risikogruppen auch im familiären Kreis und bleiben Sie gesund!

Anbei auch meine Gedanken zum entscheidenden Tag am Anfang einer Pandemie!

Der eine entscheidende Tag am Anfang einer Pandemie

Früher war es besser. Früher war es einfacher. Wir mussten nicht wirklich darüber nachdenken, wann wir das Haus verlassen, wo wir einkaufen, und ob es im nächsten Supermarkt noch Nudeln oder Klopapier zu kaufen gibt.

Wir leben in einer Stadt, in einem Kreis, in einem Land, in dem die meisten von uns ohne jegliche Einschränkungen, mit den größtmöglichen Freiheiten groß geworden sind. So war es in unserem täglichen Leben bisher nie eine Frage, ob es richtig ist, zur nächsten Eisdiele zu gehen, die Kinder auf den Spielplatz zu schicken oder sich abends vor dem Haus, auf der Straße, zu treffen und sich mit seinen Nachbarn über den vergangenen Tag auszutauschen. Wir alle haben sie gelebt und geliebt, diese Freiheiten, ohne sie auch nur einmal selbst zu hinterfragen oder sie - von welcher Seite auch immer - infrage zu stellen. Und keiner wäre bislang jemals darauf gekommen, diese Freiheiten ungerechtfertigter Weise einzuschränken.

Durch die derzeitige Corona-Krise ist unser Leben fast von einem auf den anderen Tag zu einem anderen Leben geworden. All diese Freiheiten, die uns lieb geworden sind, unser Miteinander, unser gesellschaftliches Leben, sind, fast über Nacht, eingeschränkt oder gar völlig verschwunden. Es ist sicherlich äußerst schwierig, diese Veränderungen von jetzt auf nachher zu realisieren. Warum auch? Mir kann doch nichts passieren. Das Problem ist irgendwo, nicht hier vor meiner Haustür oder gar in meiner Nachbarschaft oder in meinem Bekanntenkreis. So dachten letzte Woche sicher noch viele – aber mit jedem, vielleicht sogar mit diesem einen Tag, rückt das Problem näher, die Zahl der Infizierten in Deutschland, auch in unseren Nachbargemeinden, steigt und es wird Zeit zu handeln. Zeit für alle. Für mich. Für dich. Und auch für den, der sich bisher noch keine Gedanken über dieses „andere Leben“ gemacht hat. Ja, man hätte unser tägliches Leben in den letzten Tagen nicht derart herunter gefahren, wenn die Zweifel daran größer gewesen wären als die Notwendigkeit. Freiheit als höchstes Gut setzt man nicht mal eben aufs Spiel, man nimmt sie nicht. Nicht einfach so, von einem Tag auf den anderen.

Früher, da hat man es nicht besser gewusst. Früher, das ist in diesem Fall aber nur vor vier, vielleicht auch nur vor drei oder zwei Wochen. Natürlich fuhr man in den Faschingsferien oder danach, wie jedes Jahr, zum Skifahren nach Italien  oder Österreich, „damals“ noch fern von auch nur einem Gedanken an ein Coronavirus oder daran, sich mit diesem Virus gar selbst anstecken oder es übertragen zu können.

Heute aber wissen wir es besser. Und jeder eine Tag bringt neue Einschränkungen, aber auch neue Erkenntnisse: Wir wissen nunmehr, dass es nicht richtig ist, sich durch leichtfertiges Verhalten der Gefahr einer weiteren Verbreitung oder Ansteckung auszusetzen oder auch als Nicht-Risikopatient zur Weiterverbreitung des Virus beizutragen. Wir, das sind viele von uns. Das ist glücklicherweise die große Mehrheit.

Und dennoch: Nicht alle halten sich an das, was uns eigentlich der gesunde Menschenverstand sagen müsste, aber am Ende verschiedene Behörden längst zur Vorgabe gemacht haben: Ja, eine Krankheitswelle in China ist – zunächst - ein chinesisches Problem, erste Corona Erkrankungen in Nordrhein-Westfalen sind oder waren vor zwei Wochen noch weit genug entfernt. Aber jetzt zählt es. Er zählt. Der eine Tag. Jeder Tag, den auch nur einer von uns durch sein gleichgültiges Verhalten verschenkt, ist ein Tag zu viel. Jeder Tag, an dem wir hingegen allesamt, rücksichtsvoll und solidarisch die derzeitigen Einschränkungen in unserem Alltag mittragen, annehmen und für richtig erachten, kann umgekehrt zu einem gewonnenen Tag im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Virus werden.

Viele von uns spüren derzeit eine gewisse Verunsicherung, manche Respekt, andere Angst. Ohne in Panik zu verfallen, haben sie, haben wir den Ernst der Situation erkannt. Andere begegnen der derzeitigen Lage noch immer mit Verharmlosung oder Ironie – was kann mir, was kann uns diese Krankheit schon antun? Wahrscheinlich braucht es an dieser Stelle eine gewaltige Portion Mut, seinen Nachbarn, seinen Freund oder seinen Bekannten anzusprechen und ihn auf die Einhaltung der momentan veränderten Spielregeln hinzuweisen. Nur wenn wir alle, Sie und ich, täglich, heute, diesen Mut zum richtigen Handeln beweisen, schaffen wir es, mit der nötigen Besonnenheit, aber auch einer großen Portion Zuversicht durch diese Wochen zu kommen.

Die Spielregeln hierfür sind längst über die vielfältigsten Wege kommuniziert. Wir kennen sie alle, und falls nicht, können wir uns bei den verschiedensten Stellen richtig informieren. Können. Sollen. Dann aber müssen wir uns dementsprechend verhalten, weil wir eine gesellschaftliche Verantwortung haben. Gegenüber den schwächeren, den älteren, den kranken Menschen in unserer Mitte.

Deshalb ist es derzeit richtig und wichtig, die oben beschriebenen Freiheiten einzuschränken und Sozialkontakte außerhalb des häuslichen Lebens auf ein Minimum zu reduzieren. Nicht irgendwann, sondern jetzt und heute - weil es in diesen Tagen die bessere Alternative für ein langfristig freiheitliches und vor allem gesundes Miteinander ist.

Ihr

Stefan Martus
Bürgermeister

Betrieb des Anruf-Sammel-Taxis Waghäusel wird eingestellt I 19.03.2020

Auf Anweisung des Karlsruher Verkehrsverbundes zusammen mit dem Landkreis Karlsruhe, muss der Betrieb des Anruf-Sammel-Taxis Waghäusel ab Samstag, den 21.03.2020 bis auf Weiteres eingestellt werden.

Wir bitten um Beachtung!

L-Bank: Hilfsangebote für Unternehmen I 19.03.2020

Die L-Bank bietet Hilfsangebote für Unternehmen an, die durch das Corona-Virus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.Alle Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage der L-Bank: www.l-bank.de


Download:
Faktenblatt: Hilfsangebote für Unternehmen, die durch das Corona-Virus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten

Musterformular für Grenzübertrittsbescheinigung I 19.03.2020

Das Regierungspräsidium Freiburg hat in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium ein Musterformular für eine Grenzübertrittsbescheinigung entwickelt. Es soll den Berufspendlern die Einreise in die Bundesrepublik zum Zwecke der Berufsausübung erleichtern. Das Formular ist vom Arbeitgeber auszufüllen.


Download:
Musterformular für Grenzübertrittsbescheinigung

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