In Deutschland werden jährlich zigtausende Asylanträge von Menschen verschiedener Staatsangehörigkeiten gestellt.

Jedes Bundesland muss ein nach dem Königsteiner Schlüssel festgesetzten Anteil der Asylbewerber aufnehmen. Dieser wird für jedes Jahr entsprechend den Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl der Länder berechnet -für Baden-Württemberg beträgt der Anteil ca. 13 %.

In unserem Bundesland besteht das Unterbringungssystem für Geflüchtete aus drei Phasen. Für die Unterbringung in der Erstaufnahme (EA) ist das Land Baden-Württemberg selbst zuständig. Die vorläufige Unterbringung übernimmt der Land- oder Stadtkreis. Für die Anschlussunterbringung ist die jeweilige Gemeinde zuständig.

Situation vor Ort

Nach der Zuteilung von der vorläufigen Unterbringung in die Anschlussunterbringung durch den Landkreis in die Stadt werden die Geflüchteten in die Obdachlosenunterkünfte oder dezentral in Wohnungen untergebracht.

Woher kommen diese Menschen?

Die meisten kommen aus Syrien, Afghanistan, verschiedenen afrikanischen Ländern, Irak, aber auch aus anderen Ländern. Aktuell kommen noch zusätzlich aufzunehmende vertriebene Staatsbürgern*innen aus der Ukraine hinzu.

Wo werden diese Menschen untergebracht?

Derzeit leben über 130 Menschen –Einzelpersonen (überwiegend Männer) und Familien in öffentlichen und privaten Unterbringungen in der Kernstadt und den beiden Stadtteilen, Tendenz steigend.

Eine Integrationsmanagerin ist vor Ort zuständig für die soziale Betreuung und Beratung der Flüchtlinge. Zusammen mit Ehrenamtlichen des Flüchtlingsnetzwerks „füreinander-aktiv-miteinander“ unterstützen sie diese bei der Eingliederung und Integration in die lokale Gesellschaft vor Ort. Hierauf liegt das Hauptaugenmerk, viele haben noch einen mittleren bis größeren Bildungs- und Unterstützungsbedarf.

Wie kann ich helfen?

Ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge

Asylbewerber müssen sich in ihrem neuen und schwierigen Alltag zurechtfinden. Sie kennen unsere Gesellschaft nicht und wissen nicht, wie unser gemeinschaftliches Leben organisiert ist. Zur Eingewöhnung bedürfen sie unserer Unterstützung.

Flüchtlinge sind Menschen mit Ressourcen und Potenzial.

Es geht nicht nur darum, etwas für Flüchtlinge zu tun, sondern auch um Unterstützung bei dem, was sie selbst wollen. Es sollen ihnen nicht Dinge abgenommen werden, sondern Chancen gezeigt werden, eigene Wege zu gehen und die eigene Verantwortung für sich selbst wahrzunehmen.
Unsere ehrenamtlichen Aktivitäten finden in verschiedenen Tätigkeitsfeldern statt. Durch diese erleichtern wir unseren neuen Mitbürgern Zugang zum gesellschaftlichen Leben, zu Bildung und zum Arbeitsmarkt, zu Sport, Vereine und Kultur…

Wie überall im Land ist auch in der Stadt Philippsburg ein Rückgang des ehrenamtlichen Engagements aus unterschiedlichen Gründen zu verzeichnen.

Die Flüchtlinge, die Integrationsmanager und der Arbeitskreis Integration Philippsburg freuen sich über jede ehrenamtliche Kraft. Ohne deren Hilfe und Mitwirkung wird sich der Prozess der Integration, der Jahre und Jahrzehnte dauern kann, noch länger hinziehen.

 

Zeitmangel? Wie kann ich auf andere Weise helfen?

Auch wenn für Sie keine Möglichkeit eines freiwilligen Engagements besteht, können Sie die entstehenden Projekte und Aktionen durch Sachspenden und/oder finanzielle Spenden unterstützen. Auch diesbezüglich können Sie sich mit der Flüchtlingsbeauftragten Frau Metzger in Verbindung setzen.