Unser Stadtwald

Der Stadtwald Philippsburg liegt zum Großteil in den reizvollen Rheinauen. Er ist 1078 ha groß, wird von 2 Altrheinarmen (Rußheimer und Philippsburger Altrheinarm) umschlossen und wird im Osten von dem Saalbach bis hin zur Neudorfer Mühle begrenzt. Dabei sind zwei Drittel fruchtbarer Auewald und ein Drittel sandige Hardt. 

Durch die unterschiedlichen Standorte ist die Baumartenzusammensetzung sehr vielfältig. Es kommen vor allem Pappeln, Eschen, Eichen und Kiefern vor. Aber auch seltene Baumarten wie die Flatterulme, Wildobst oder Silberpappel sind im Stadtwald beheimatet.

Der Holzvorrat des Stadtwaldes beträgt insgesamt über 280 000 fm.
Hiervon können 7900 fm/Jahr Holz nachhaltig eingeschlagen werden und dennoch wächst der Holzvorrat an.

 

Ökologische Besonderheiten

Ökologische Besonderheiten

Laut der Waldbiotopkartierung besteht fast ein Fünftel des Stadtwaldes aus wertvollen Biotopen.

In der Waldbiotopbewertung, die den ganzen Wald untersucht hat, wurde ein hoher Gesamtbiotopwert des Stadtwaldes festgestellt. Vor allem durch den Umbau der Pappelwälder in der Hartholzaue wird sich der Biotopwert in den nächsten Jahren weiter erhöhen.

Als besonderes Highlight ist der Bannwald im Naturschutzgebiet Elisabethenwört anzusehen. Im Bannwald unterbleibt die Nutzung und dort kann man die natürliche Waldentwicklung studieren. Besonders beeindruckend ist der urwaldartige Charakter. Denn die Waldrebe, unsere einheimische  Lianenart, erreicht dort den Durchmesser eines Oberschenkels und hängt bis zu 20 m von den Bäumen herab.

Des Weiteren wurde im Naturschutzgebiet ein Mittelwald angelegt, in dem die historische Waldbewirtschaftung wiederbelebt wird.

Insgesamt liegen 3 FFH-Gebiete, 1 Vogelschutzgebiet, 2 Naturschutzgebiete und ein Landschaftsschutzgebiet im Stadtwald. Dies zeigt den hohen ökologischen Stellenwert des Stadtwaldes. 

Weiterhin gibt es viele seltene Tier- und Pflanzenarten:

Besonders zu erwähnen sind die Wildkatze, der Hirschkäfer und 15 Fledermausarten (von 21 in Deutschland vorkommenden).

In der Pflanzenwelt sind dies:
die Wilde Weinrebe, Schwimmfarn Wassernuss, verschiedene Orchideenarten

In der Molzau wurde ein ehemaliges Munitionslager in Zusammenarbeit mit der Firma Gredler ökologisch umgebaut. Dabei wurden:

  • eine Sanddüne aufgeschüttet, welche von BUND Bruhrain gepflegt wird
  • mehrere Feuchtbiotope angelegt
  • ein Bunker als Fledermausquartier umgebaut
  • naturnahe Aufforstungen der Bunkerflächen mit Speierling, Wildbirne durchgeführt
  • viele Bunkerstraßen zurückgebaut, um Ruhezonen zu ermöglichen

Weiterhin wurden in dem Areal Freundschaftsbäume in Zusammenarbeit mit unserer Partnergemeinde Ile-de Re gepflanzt.

Waldpädagogik

Waldpädagogik

Das Waldklassenzimmer, welches im Naturschutzgebiet Elisabethenwört eingerichtet wurde, feiert in 2016 sein 10-jähriges Bestehen. Es wird von Schulen und Kindergärten als Anlaufstelle für Führungen mit dem Förster genutzt.

In Rheinsheim wurde bei der Grillhütte von der Grundschule eine Allee mit Bäumen des Jahres angelegt, die jährlich um den neuen Baum des Jahres erweitert wird.

 

Waldführungen werden gerne nach telefonischer Absprache durchgeführt.

 

Brennholz

Aufarbeitung von privatem Brennholz im Stadtwald wieder erlaubt

Auf Grund der neuen Verordnungen des Landes und der Stadt Philippsburg  zur Verhinderung der Ausbreitung des “ SARS - CoV- 2“ Virus, gilt nun folgendes: 

Die Aufarbeitung von privatem Brennholz im Stadtwald Philippsburg ist ab sofort wieder erlaubt. Allerdings müssen Sie sich streng an die aktuellen Kontaktsperren halten. 

Bei Fragen können Sie mir gerne eine Mail schreiben (christian.hautz@philippsburg.de) oder mich unter der Nummer 07256/ 87-362 anrufen. 

Bleiben Sie gesund!! 

 

Christian Hautz
Stadtwald Philippsburg

Stand: 20.04.2020

Ausbildung

Ausbildung

Der Stadtwald Philippsburg ist anerkannter Ausbildungsbetrieb für Forstwirte.
Die Ausbildungszeit dauert in der Regel 3 Jahre.
Die überbetriebliche Ausbildung inklusive Berufsschule findet im Forstlichen Ausbildungszentrum Gengenbach statt. Der  praktische Teil wird im Heimatrevier unterrichtet.