Alle 19 Containerstandorte sollen bleiben / LDP-Antrag auf Reduzierung findet kein Wohlwollen
Keine Gegenliebe der Verwaltung hat der Antrag der „Lokaldemokraten Philippsburg“ (LDP) auf Maßnahmen zur Sauberkeit an den Containerstandorten und zur künftigen Organisation der Abfallentsorgung gefunden. Die Fraktion griff ein bekanntes Problem auf, das die Bürgerschaft beschäftigt, und schlug dazu eine Lösung vor.
Grund für den Antrag sei die zunehmende Vermüllung an den Plätzen der Glas- und Altkleidercontainer, so Fraktionsvorsitzende Jasmine Kirschner. „Leider werden diese frei zugänglichen Standorte von einigen Personen nicht bestimmungsgemäß genutzt. Immer wieder wird dort unerlaubt allerlei Sperrmüll abgelegt. Für die Stadt und insbesondere den Bauhof bedeutet dies zusätzlichen Kontroll-, Reinigungs- und Entsorgungsaufwand“, so Kirschner.
Aus Sicht der LDP müsse deshalb die Frage gestellt werden, ob die derzeitige Struktur diese illegalen Ablagerungen begünstigt. Wenn die zugänglichen Containerstandorte aufgegeben oder in der Anzahl beschränkt würden, wenn etwa die Abgabe von Glas und Altkleidern künftig über den Wertstoffhof erfolge, könnte die Möglichkeit der der illegalen Ablagerung zurückgeschraubt werden.
Anders sah es die Verwaltung: Philippsburg verfüge derzeit über insgesamt 19 Containerstandorte auf der Gemarkung. Richtig sei, dass die jeweiligen Flächen oftmals als Müllablagerungsplätze missbraucht werden und die Bauhof- und Wertstoffhof-Mitarbeiter diese wilden Müllablagerungen entsorgen müssen. Dafür fallen Personalkosten von rund 13.000 Euro jährlich an, hieß es. Wollte man den Antrag der LDP-Fraktion weiterverfolgen und etwa nur noch drei Standorte anbieten, käme es zu Platzproblemen. Die derzeit 70 Glascontainer müssten dann zentralisiert werden. Hinzu komme, dass eine Reduzierung der Anzahl zur Folge hätte, dass die Behältnisse öfters geleert werden müssten.
Die Verwaltung vertrat die Auffassung, den Vertrag mit dem Systembetreiber bis zum Ende der Laufzeit zu erfüllen und die Containerstandorte in der derzeitigen Anzahl zu belassen. Bürgermeister Stefan Martus (Uli) schlug vor, Meldungen ans Rathaus vorzunehmen, wenn konkret auf den einen oder anderen Standort verzichtet werden könne.
(W. Schmidhuber)