Debatte über Verlegung Jugendzentrum Juphi in Campulino / Doch dort soll zunächst Agnes-Kindergarten einziehen
Zu einer Verlegung des Jugendzentrums Philippsburg „Juphi“ in die freiwerdenden Räumlichkeiten der Kita Campulino kommt es vorerst nicht. Für einen neuen Standort haben sich die Fraktionen der Uli und FW in einem gemeinsamen Antrag stark gemacht. Über diese Initiative beriet jetzt der Gemeinderat. Seit 1993 ist das Juphi als Provisorium im ehemaligen Warmbad bei der Jugendstil-Festhalle untergebracht.
Ihr Antrag greife die ungenügende Raumgröße, die wenig geeignete Zugänglichkeit, die Unübersichtlichkeit der Besucher und die fehlende Barrierefreiheit im bisherigen Gebäude auf. Als Vorzüge des vorgeschlagenen Standorts werden insbesondere das größere Raumangebot, die Außenflächen und die Nähe zu den Schulen genannt.
Die Verlegung des Jugendzentrums sei erforderlich, um die Qualität der offenen Kinder- und Jugendarbeit endlich zukunftssicher zu verbessern, schreiben die Fraktionsvorsitzenden Peter Steinel (Uli) und Christopher Moll (FW). Zu den Vorteilen gehören auch die Sportmöglichkeiten im angrenzenden Schulgelände.
Wegen der bereits beschlossenen vorübergehenden sanierungsbedingten Auslagerung des Kindergartens St. Agnes in die Kita Campulino sieht der Antrag eine Verlegung des Jugendzentrums erst nach Abschluss der Arbeiten und dem Rückzug des Kindergartens vor, etwa 2028. Rathausmitarbeiterin Ozlem Koch stellte die Überlegung vor, eine Drittellösung für das Campulino – mit Schülerhort, Jugendzentrum und Räume für die Tiger-Gruppen (Tagespflege in geeigneten Räumen).
Hans Gerd Coenen (CDU) sah einen zunehmenden Anstieg der Ganztagesbetreuung und damit Räumlichkeitsbedarf. Auch forderte er ein Konzept, „was wir brauchen und nicht, was wir alles wollen.“ Schließlich kam es zum Mehrheitsbeschluss, dass erst die Frage geklärt werden müsse, wie es mittelfristig weitergehen könnte. Angesichts der Entwicklung, etwa der Ganztagesbetreuung und der Einbindung der Musikschule, und unter Berücksichtigung der neuesten Zahlen sollten sich Verwaltung und Fraktionen über die Folgenutzung „Gedanken machen“. Für den aufrecht erhaltenen Uli/FW-Antrag stimmten sieben Stadträte, neun dagegen, bei drei Enthaltungen.
(W. Schmidhuber)