Hitzeschutzräume in der Diskussion / Bedenken der Verwaltung zu Antrag der Uli-Fraktion

Zurückhaltend hat die Stadtverwaltung den eingereichten Antrag der ULi-Fraktion zur Einrichtung von öffentlichen Hitzeschutzräumen in allen drei Stadtteilen beurteilt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung schlugen die Initiatoren in Philippsburg die Festhalle, in Huttenheim die Bruhrainhalle und in Rheinsheim das Sebastianusheim vor. Die Gebäude sollen insbesondere während außergewöhnlicher Hitzeereignisse die Möglichkeit bieten, sich vorübergehend in geschützten und kühlen Räumlichkeiten aufzuhalten, so Peter Steinel (Uli), der gegenüber 2026 noch wärmere Jahre erwartet.

Laut Bürgermeister Stefan Martus (Uli) unterstütze die Verwaltung grundsätzlich das Ziel, die Bevölkerung bei besonders großer Hitze zu schützen und bei konkreten Belastungssituationen Unterstützung anzubieten. Doch bislang liegen keinerlei konkreten Anfragen oder Unterstützungsbedürfnisse aus der Bevölkerung vor, die auf eine Versorgungslücke schließen lassen, so Amtsleiter Timo Tirolf. Nach seinen Worten kämen auch Kosten auf die Stadt zu.

Bei Bedarf könne Kontakt mit dem Rathausfachdienst 20 aufgenommen werden. Die Verwaltung wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten prüfen, welche Unterstützung im jeweiligen Einzelfall angeboten werden kann, hieß es in der Sitzung. Im Bedarfsfall könne auf bereits klimatisierte und geeignete Räumlichkeiten zurückgegriffen werden. In Philippsburg käme hierfür der Sitzungssaal im Rathaus in Betracht. In Huttenheim könnte nach Abschluss der Renovierungsarbeiten das alte Rathaus Huttenheim genutzt werden. In Rheinsheim bietet sich der Seminarraum des Bürgerhauses Löwen an. Allerdings sei in diesen Fällen ehrenamtliches Engagement nötig, so Marus (Uli). Die Betreuung der sodann dort untergebrachten Menschen könnten nicht die Rathausmitarbeiter leisten. Eine Nutzung der von den Ulis vorgeschlagenen Hallen bringe nicht viel, da diese nicht klimatisiert sind.

Ob eine anlassbezogene Öffnung entsprechender Räumlichkeiten erforderlich ist, würde jeweils anhand der konkreten Wetterlage und des tatsächlichen Bedarfs entschieden. Die Stadtverwaltung wolle regelmäßig über ihre Unterstützungsangebote bei Hitze informieren.

(W. Schmidhuber)

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