Keine Machbarkeitsstudie für Fassadenbegrünung / Kritiker verweisen auf hohe Gesamtkosten bei einer Umsetzung
Keine Mehrheit hat der Antrag der Uli-Fraktion im Gemeinderat gefunden. Dort ging es um Fassadenbegrünungen im Schulzentrum. Die Initiatoren beantragten eine Vergabe zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie unter Berücksichtigung eines Zuschusses durch das Förderprogramm Klimopass.
Mit neun zu sechs Stimmen bei zwei Enthaltungen lehnte eine Gemeinderatsmehrheit die geforderte Fassadenbegrünung an den Gebäuden Copernicus-Gymnasium, Hieronymus-Nopp-Schule und Adenauer-Realschule ab. Keine Zustimmung gab es für den Vorschlag, die Machbarkeitsstudie an die Firma Planstatt Senner aus Überlingen zum Angebotspreis von 23.800 Euro zu vergeben. Laut Uli könnte die Studie teils über das Programm Klimopass 2025 gefördert werden.
Für den Uli-Fraktionsvorsitzenden Peter Steinel gehört der Vorstoß zum Bereich der von den Ulis beantragten Hitzeschutzmaßnahmen. Es gehe hierbei nur um eine Prüfung, nicht um die Umsetzung, so sein Hinweis. Der heiße Sommer 2026 mache mit Blick auf weitere heiße Jahre eine solche Begrünung sinnvoll und notwendig.
Laut Sitzungsvorlage wurde in Sachen Dach- und Fassadenbegrünung im Campus bereits ein Gespräch mit dem Ingenieurbüro Planstatt Senner geführt und ein Angebot für eine Fassadenbegrünung an den Objekten, die dafür in Frage kommen, angefordert.
Um die Fassadenbegrünungen zu planen und umzusetzen, müsse zunächst eine grobe Machbarkeitsstudie erstellt werden. Diese analysiere und definiere die potenziellen Begrünungsflächen der möglichen Objekte beim Schulzentrum. Sodann werden die Ergebnisse priorisiert und in Bausteine geordnet.
Für die Umsetzung des Gesamtvorhabens prognostizierte Hans Gerd Coenen (CDU) eine Summe von rund 1,5 Millionen Euro. Das sei nicht im Sinne der Haushaltskonsolidierung und der Sparmaßnahmen. Kritisch sieht er auch die Bewässerung der Pflanzen. „Durch die großen Fensterfronten sind die Möglichkeiten eingeschränkt“, hielt er fest. Die Zustimmung verweigerte auch Jasmine Kischner für die LDP. Ihr fehlen noch weitere Informationen, um das Vorhaben beurteilen können. Christopher Moll (FW) bezeichnete den Antrag als interessant und bat, Alternativen hierzu zu prüfen.
(W. Schmidhuber)