Landesvertreter informieren sich über Sanierungsmaßnahmen in Huttenheim und Rheinsheim

Besuch im Rathaus Philippsburg und Besichtigung wichtiger Projekte der Sanierungsgebiete Rheinsheim und Huttenheim– Auszeichnung des BürgerhausLöwen

Ortsvorsteherin Jasmine Kirschner, Bürgermeister Stefan Martus, Referatsleiter Ralph König
Ortsvorsteherin Jasmine Kirschner, Bürgermeister Stefan Martus, Referatsleiter Ralph König

Wie entwickeln sich die Sanierungsgebiete in Huttenheim und Rheinsheim, welche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt und welche Perspektiven ergeben sich für die weitere städtebauliche Entwicklung? Über diese Themen informierten sich Vertreter und Vertreterinnen des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und des Regierungspräsidiums Karlsruhe bei einem Besuch in Philippsburg am 12.Oktober 2026.

Im Mittelpunkt des Treffens im Rathaus Philippsburg standen der Austausch über die laufenden und abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen sowie die Besichtigung ausgewählter Projekte vor Ort. An dem Termin nahmen Herr König, Referatsleiter im Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, sowie Frau Uhrig, ebenfalls Referatsleiterin beim Regierungspräsidium Karlsruhe, sowie die Steg Stadtentwicklung GmbH teil. Seitens der Stadt begleiteten Bürgermeister Stefan Martus, Ortsvorsteher Peter Kremer aus Huttenheim und Ortsvorsteherin Jasmine Kischner aus Rheinsheim den Besuch. Der Besuch der Landesvertreter und Landesvertreterinnen bot der Stadt Philippsburg und den beiden Ortsteilen Gelegenheit, die umgesetzten Maßnahmen vorzustellen, die bisherigen Entwicklungen unmittelbar vor Ort zu erläutern und die Bedeutung der Städtebauförderung für die örtliche Entwicklung hervorzuheben.

Städtebauliche Erneuerung stärkt die Ortsteile

Feste Feiern, Konzerte besuchen, Kinder unbekümmert spielen lassen oder einfach zusammenkommen: das ermöglicht der neu gestaltete Herschbockplatz in Huttenheim. Auch Rheinsheim hat einen neu gestalteten Ort für Begegnungen und Feiern: den Festplatz. Dieser Platz wird nicht nur zum Feiern genutzt, sondern bietet auch Raum für regelmäßiges Boule-Spielen und Zusammenkommen. Sogar internationale Boule-Wettbewerbe finden auf dem Festplatz in Rheinsheim statt.

Die Sanierungsgebiete in Huttenheim und Rheinsheim haben städtebauliche Entwicklungen in den Gang gebracht, durch die diese wichtigen Orte für Begegnungen, Veranstaltungen und gemeinschaftliche Aktivitäten entstanden sind und zugleich das Erscheinungsbild der Ortsteile positiv prägen.

Rheinsheim: Auszeichnungen des Landes für das Rathaus mit Arztpraxis

Auch das ehemalige Rathaus in Rheinsheim konnte mithilfe der Städtebauförderung saniert und belebt werden. In dem Gebäude ist heute u.a. eine Arztpraxis untergebracht. Das sanierte Rathaus verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit einer zukunftsorientierten Nutzung und einem wichtigen Angebot der wohnortnahen medizinischen Versorgung. Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen zeichnete die Sanierung des ehemaligen Rathauses in Verbindung mit der Sicherung der ärztlichen Versorgung als vorbildlich gelungene Maßnahme der Städtebauförderung aus. Sie würdigt den gelungenen Ansatz, städtebauliche Erneuerung mit den Bedürfnissen der Bevölkerung zu verbinden. Das Projekt verdeutlicht, wie durch die sinnvolle Weiterentwicklung bestehender Gebäude nicht nur das Ortsbild erhalten, sondern zugleich ein wichtiger Beitrag zur kommunalen Daseinsvorsorge geleistet werden kann.

BürgerhausLöwen: Bronzeplakette des Landes für herausragende Maßnahme

BürgerhausLöwen nach Sanierung
BürgerhausLöwen nach Sanierung

Ein Höhepunkt des Tages war der Besuch des BürgerhausLöwen in Rheinsheim bei dem die Ortsvorsteherin Jasmine Kirschner die Vertreterinnen und Vertreter des Landes durch das Gebäude führte und dessen Bedeutung für den Ortsteil erläuterte. Die Sanierung des BürgerhausLöwen wurde aus der rheinsheimer Bürgerschaft heraus durchgeführt und u.a. von der Städtebauförderung mitfinanziert. Für die Sanierung und den heutigen Betrieb des Bürgerhauses haben die Rheinsheimer und Rheinsheimerinnen eine Genossenschaft gegründet. Neben seiner Funktion als Ort der Begegnung beherbergt das Bürgerhaus auch eine Gaststätte, Gästezimmer, ein Trauzimmer sowie einen Dorfladen, der zur Nahversorgung der Bevölkerung beiträgt und insbesondere für den Alltag im Ortsteil einen wichtigen Mehrwert bietet. Bis heute gewährleisten viele ehrenamtliche Hände den Betrieb des Dorfladens, der Gaststätte und der Gästezimmer. Das BürgerhausLöwen verbindet damit mehrere wichtige Funktionen: den Erhalt eines ortsbildprägenden Gebäudes, die Stärkung des gesellschaftlichen Miteinanders und ehrenamtlichen Engagements sowie die Sicherung eines wohnortnahen Versorgungsangebots. Der Referatsleiter vom Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, Herr König, prämierte das BürgerhausLöwen als herausragende, beispielhafte Maßnahme der Städtebauförderung und übergab die Bronzeplakette am 12. Oktober 2026 im Rahmen des Besuchs an die Ortsvorsteherin Jasmine Kirschner.

Die Auszeichnung steht beispielhaft für die Ziele der Städtebauförderung: historische Bausubstanz zu erhalten, bestehende Ortsstrukturen aufzuwerten, ehrenamtliche Strukturen stärken und Gebäude einer zukunftsfähigen Nutzung zuzuführen. Sie würdigt die Bedeutung der Sanierungsmaßnahme sowie das herausragende ehrenamtliche Engagement von Seiten der Bevölkerung. Mit dem BürgerhausLöwen ist in Rheinsheim ein Ort entstanden, der bauliche Erneuerung, Nahversorgung, Ehrenamt und gemeinschaftliches Leben miteinander verbindet.

Ziel städtebaulicher Sanierungsmaßnahmen ist es, bestehende Ortsbereiche aufzuwerten, öffentliche Räume attraktiver zu gestalten, die örtliche Infrastruktur zu stärken und ortsbildprägende Gebäude für die Zukunft zu erhalten und sinnvoll weiterzuentwickeln. Die Städtebauförderung von Bund und Land unterstützt Kommunen dabei, solche Vorhaben zu planen und umzusetzen. Sie schafft wichtige Voraussetzungen, um bauliche Verbesserungen mit funktionalen, sozialen und gestalterischen Anforderungen zu verbinden. Dabei geht es nicht allein um einzelne Bauprojekte, sondern um eine nachhaltige Entwicklung der Ortsmitten und um Orte, die das gemeinschaftliche Leben stärken.

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