Mit dem Radwegenetz geht’s weiter voran / Gemeinderat billigt sechs von sieben Vorschlägen des Tiefbauamtes

Verkehrskreisel mit zwei Autos

Seit sechs Jahren beschäftigt sich der Gemeinderat mit dem Radverkehrskonzeption der Stadt Philippsburg. In der jüngsten Sitzung ging es um den Beginn der Umsetzungsphase, um die Auswahl erster Einzelmaßnahmen für die Einreichung der Genehmigungsanträge und der Zuschussanträge bei den Behörden und Baulastträgern.

Erste Gedanken zu einem Radwegenetz stammen aus dem Jahr 2021. Einer Anregung von Ortsvorsteherin Jasmine Kirschner in ihrer Haushaltsrede folgte ein ausgearbeiteter offizieller Antrag der Uli-Fraktion. Für die Radler und Fußgänger sollen Qualitätsverbesserungen, Führungsformen, Beseitigung von Gefahrenpunkten und Lückenschlüsse greifen. Philippsburg mit den Stadtteilen sieht sich auf einem guten (Rad-)Weg, zu einer besonders fahrradfreundlichen Stadt werden zu können.

Sieben Einzelmaßnahmen hat der Rathaus-Fachbereich Tiefbau dem Gemeinderat zur Umsetzung vorgeschlagen. Vier fanden uneingeschränkte Zustimmung, ein Vorschlag wurde abgelehnt. Bei zwei Empfehlungen hieß es zurückhaltend formuliert, diese sollen weiterhin im Auge behalten werden.

Bislang fanden von der Arbeitsgruppe „Handlungskonzeption Radverkehr“ insgesamt fünf Arbeitssitzungen und eine Befahrung des Radverkehrsnetzes statt. Auf dieser Grundlage lag eine Zusammenstellung mit Einzelmaßnahmen vor, die als erste Priorität im Zuge des städtischen Radkonzeptes angegangen werden sollen. Darüber hinaus wurden die Standorte für die Radservice-Stationen des ADAC in den einzelnen Ortsteilen festgelegt.

Nach Auffassung des Fachbereiches 30 Tiefbau sind nunmehr alle Vorarbeiten durchgeführt. Auch wurde die Radverkehrskonzeption den Fachbehörden und Genehmigungsbehörden vorgestellt und die notwendigen Abstimmungsgespräche geführt. Jetzt kann die Umsetzungsphase beginnen, so Bürgermeister Stefan Martus (Uli). Hierzu wählte der Gemeinderat erste Projekte aus, die von der Verwaltung zur Umsetzung weiterverfolgt werden sollen.

Zu den vorgeschlagenen und vom Gemeinderat genehmigten Einzelmaßnahmen gehören der Ortseingang Rheinsheim, Huttenheimer Straße/K3534, mit Mittelinsel/Fahrbahnteiler am Radwegende. Dann folgt erneut Huttenheim mit Schutzstreifen entlang der Philippsburger Straße, schließlich dasselbe Vorhaben entlang der Rheinstraße. Die beiden sollen rechts und links auf einer Länge von etwa einem Kilometer angelegt werden. Vorschlag vier betrifft Philippsburg und dabei den Übergang K 3588/ Skalstraße.

Keine Zustimmung gab es zur vorgeschlagenen „Fahrradstraße Kfz-frei“ entlang der Burda-Anlage, ab dem Bahnhof bis zum Schulzentrum. Zwei Maßnahmen außerhalb der Stadt bleiben in der weiteren Planung, so die Querung L560 an der Neudorfer Mühle und der Radweg als – wie es hieß – gut 20jähriges erfolgloses Uraltprojekt zwischen Philippsburg und Oberhausen. Martus ärgerte sich laut über die Nachbarkommune: „Die dort kommen einfach nicht zu Potte“.


(W. Schmidhuber)

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